Doing Diversity

Es tut sich einiges im Berliner Kulturbetrieb. Immer mehr Kunst- und Kulturineinrichtungen reagieren auf gesamtgesellschaftliche Debatten zu Vielfalt und Chancengleichheit. Sie möchten zugänglicher werden, strukturelle Barrieren abbauen, ein Ort für Viele sein. Auch die wachsende Zahl von Initiativen aus dem Inneren des Kulturbetriebs, die die Bedingungen der Kunstproduktion und die Arbeitsstrukturen im Kulturbetrieb hinterfragen, fordern zunehmend eine machtkritische Öffnung der Institutionen.

 

Wir unterstützen öffentlich geförderte Berliner Kultureinrichtungen dabei, sich für mehr Gleichbehandlung, Teilhabegerechtigkeit und Selbstrepräsentationen einzusetzen. Im Mittelpunkt steht eine nachhaltige Weiterentwicklung vielfaltsensibler Kulturarbeit in Hinblick auf Personal, Programm oder Publikum.

Wie können Stellenausschreibungen Menschen mit unterschiedlichen Lebenswirklichkeiten ansprechen? Wie könnte eine repräsentationskritische Ausstellungspraxis beziehungsweise ein repräsentationskritischer Spielplan aussehen? Wie erreichen wir ein vielfältiges Publikum?

Kooperationsmöglichkeiten

Wir beraten Kultureinrichtungen bei ihrem diversitätsorientierten Veränderungsprozess, indem wir fachliche Expertise und Wissen vermitteln. Das thematische Spektrum umfasst neben Workshops zu Anti-Diskriminierung und AGG-Schulungen (Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz) auch weiterführende Seminare zu intersektionaler künstlerischer und kuratorischer Praxis.

Modellprojekt: „Diversitätsentwicklung im Stadtmuseum Berlin und Theater an der Parkaue“

In einem mehrstufigen Bewerbungsverfahren wurden das Stadtmuseum Berlin und das Theater an der Parkaue für das Modellprojekt ausgewählt. Über einen  Zeitraum von anderthalb Jahren durchlaufen beide Institutionen bis Ende 2019 einen diversitätsorientierten Organisations­entwicklungs­prozess.

Für den Veränderungsprozess werden beide Häuser jeweils von zwei erfahrenen Organisationsentwickler*innen begleitet. Dabei werden mit ihnen passgenaue individuelle Ziele für mehr Diversität erarbeitet, die dann bis Ende 2019 umgesetzt werden sollen.

Darüber hinaus sind übergreifende Veranstaltungen geplant sowie eine abschließende Publikation, die den Prozess dokumentiert.